Qualität zeigen
Die Entwicklung, Einhaltung und Transparenz von Qualitätsstandards ist für die Nachsorge-Arbeit von entscheidender Bedeutung. Als anerkannter Leistungserbringer der Krankenkassen sind Sie auch vertraglich verpflichtet, sich an Maßnahmen zur Qualitätssicherung zu beteiligen.
Wir unterstützen Sie dabei durch unser mehrstufiges Akkreditierungsverfahren. Alle Mitglieds-Einrichtungen durchlaufen dieses Verfahren alle drei Jahre. Mit dem jährlichen Qualitätsbericht wird die kontinuierliche Verbesserung der Nachsorge gewährleistet.
Unsere Qualitätsstandards
- Beteiligung an Qualitätsaudits als verbindliche externe Maßnahme der Qualitätssicherung
- Gegenseitiges Lernen bei Hospitationen in etablierten Nachsorge-Einrichtungen
- Fachlich hochstehende Qualifikation und Ausbildung der Nachsorge-Mitarbeitenden durch unser Partnerinstitut ISPA e.V.
- Begrenzte Gültigkeit der Akkreditierung für drei Jahre
- Bundesweite Evaluation ab dem ersten Nachsorge-Kind
- Kontinuierliche Verbesserung und transparente Strukturen durch jährliche Qualitätsberichte
- Halbjährliche Tagungen mit Input zu den neuesten Studien und Entwicklungen sowie persönlichem Erfahrungsaustausch
Die bundesweite Evaluation
Im Zeitraum zwischen 2014 bis 2021 führten wir eine bundesweite Evaluation in unseren Einrichtungen durch. Die Befragungsinstrumente waren mehrstufig und wurden in einem Fallevaluationsbogen, sowie einer Erstbefragung der Eltern zu Beginn der Nachsorge und einer Befragung nach Beendigung dokumentiert.
Zwei der wichtigsten Messgrößen waren:
Die Selbstwirksamkeitserwartung
Eine wichtige Aufgabe und vorrangiges Ziel der Nachsorge nach dem Modell Bunter Kreis ist es, die Eltern zu befähigen, sich und ihrem Kind besser helfen zu können, also ihre Situation selbst zu meistern. Deshalb soll zur Bewertung des Erfolgs der sozialmedizinischen Nachsorge die Entwicklung der Selbstwirksamkeitserwartung der Eltern herangezogen werden. Diese misst Zutrauen, Bereitschaft und Fähigkeit der Eltern, sich wieder bzw. mehr selbst zu helfen und ihre Aufgaben rund um ihr frühgeborenes oder krankes Kind zu meistern.
Die Leistungsfähigkeit
Neben der Steigerung von Selbstwirksamkeit ist die Stärkung der Leistungsfähigkeit der Eltern ein weiteres wichtiges Ziel der sozialmedizinischen Nachsorge.
Zu Beginn der Betreuung durch die Sozialmedizinische Nachsorge schätzten im Jahr 2021 ca. 40 Prozent der Eltern ihre Leistungsfähigkeit positiv ein. Vier Wochen nach dem Ende der Betreuung war dieser Anteil auf 70 Prozent angestiegen. Diese positive Entwicklung ist mit der der Vorjahre vergleichbar. Die Leistungsfähigkeit hat sich bei den befragten Eltern zwischen den beiden Befragungszeitpunkten in allen Jahren signifikant positiv entwickelt.
Selbstverständlich evaluieren wir auch aktuell die Wirkung von Sozialmedizinischer Nachsorge. Allerdings ist aufgrund des Rückzuges eines Finanziers der Umfang, bzw. die Fragestellung, deutlich geringer.